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Ökologischer Landbau in Rheinland-Pfalz


Der ökologische Landbau ist eine Form der Landbewirtschaftung in Rheinland-Pfalz, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Jedoch nicht nur die Erzeugung dehnt sich stetig aus, sondern auch Handel und Vermarktung entwickeln sich positiv.

Eckpunkte des Ökolandbaus sind:
  • vorbeugender Pflanzenschutz
  • Düngung über die Fruchtfolge oder durch organische Dünger aus eigener Tierhaltung bzw. Zukaufdünger
  • Tierhaltung artgerecht und flächengebunden
  • Futtermittel fast ausschließlich aus ökologischer Erzeugung
  • Weiterverarbeitung nach strengen Vorgaben
  • kein Einsatz von Gentechnik

Als zentrale Maßnahmen des Ökolandbaus sind zu nennen:
  • kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • Anbau robuster standortgerechter Sorten in geeigneten Fruchtfolgen
  • Einsatz von Nützlingen
  • Verzicht auf chemische Unkraut-Bekämpfungsmaßnahmen
  • keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel
  • Ausbringen von organisch gebundenem Stickstoff
  • Anbau von Stickstoff sammelnden Pflanzen (Leguminosen)
  • abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen mit vielen Fruchtfolgegliedern und Zwischenfrüchten
  • keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren oder von Hormonen
  • begrenzter, streng an die Fläche gebundener Viehbesatz
  • Fütterung der Tiere möglichst mit hofeigenem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln
  • Naturheilverfahren oder homöopatische Behandlung oder Einsatz herkömmlicher Mittel bei doppelter Wartezeit

Seit vielen Jahren ist der Trend eindeutig: Immer mehr Betriebe wirtschaften nach den Grundsätzen des Ökolandbaus und leisten damit einen sehr wichtigen Beitrag zum Schutz der Böden, des Grundwassers, der Artenvielfalt und des Klimas.

Für das Jahr 2017 gab das zuständige rheinland-pfälzische Ministerium (MUEEF) bekannt, dass 1.503 Öko-Betriebe insgesamt 69.032 ha Fläche bewirtschaften. Dies ist ein Anteil von knapp neun Prozent aller Betriebe und rund zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im Land. Die Landkreise mit dem größten Anteil an Öko-Fläche sind der Westerwaldkreis, Kreis Altenkirchen und Kreis Kusel. Dort dominieren die Grünlandwirtschaft und die Mutterkuhhaltung. 441 Betriebe sind Weinbaubetriebe. Sie bewirtschaften rund 6.180 ha, was fast zehn Prozent der rheinland-pfälzischen Rebfläche und 65% der gesamten Bio-Rebfläche in Deutschland entspricht. Gemüse wird auf rund 1.000 ha Angebaut und Obst auf 640 ha. Zudem gab es 1.085 verarbeitende und handelnde Betriebe mit Öko-Zertifizierung

Das Statistische Bundesamt weist für Rheinland-Pfalz für das Jahr 2016 insgesamt 1.240 Öko-Betriebe und 61.023 ha Öko-Fläche aus. Davon entfallen 16.174 ha (576 Betriebe) auf Ackerland, 1.098 ha (81 Betriebe) auf Gemüse und Erdbeeren, 634 ha (106 Betriebe) auf Baum- und Beerenobstanlagen (inkl. Nüsse), 5.184ha (399 Betriebe) auf Rebfläche sowie 39.003 ha (899 Betriebe) auf Dauergrünland.

(Weiterführende Informationen sowie die Angabe der Quellen erhalten Sie im unten stehenden PDF.)









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Der ökologische Landbau ist eine Form der Landbewirtschaftung in Rheinland-Pfalz, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Jedoch nicht nur die Erzeugung dehnt sich stetig aus, sondern auch Handel und Vermarktung entwickeln sich positiv.

Eckpunkte des Ökolandbaus sind:
Als zentrale Maßnahmen des Ökolandbaus sind zu nennen:


  • Download: Dok_Statistik_20190508.pdfDok_Statistik_20190508.pdf



    Katharina.Cypzirsch@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben